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Die Hintergründe von Microsoft Teams, die seit April 2020 an alle Teams Anwender verteilt wurden halten sich in Grenzen.

Sie sind irgendwann ja langweilig aber qualitative Hintergründe zu erstellen ist gar nicht so einfach. Aber auch die Werbebranche hat dieses Feld für sich entdeckt und meines wissens war IKEA sehr früh dran, eigene Hintergründe öffentlich anzubieten. Es bietet sich ja an, die aktuelle Möbelkollektion so überall „sichtbar“ zu machen und den Teilnehmer quasi in einem virtuellen Ausstellungsraum abzubilden.

Hier sind verschieden Links womit man seinen Teams-Hintergrund verschönern kann.

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Letztes Jahr habe ich schon über ein tolles Tool gesprochen, um interne und externe Laufwerke zu analysieren und doppelte beziehungsweise mehrfach vorhandene Dateien auf dem Mac zu finden.

Diesmal stelle ich ein weiteres kostenloses Tool vor, was zum Auffinden doppelter Dateien in einem System bestens geeignet, und dazu noch plattformübergreifend (Linux, OS X, Windows) ist.

Dank ausgeklügelten Algorithmen findet dupeGuru nicht nur gleiche Dateinamen, sondern auch ähnliche. Erhält man nicht direkt das passende Ergebnis, hat man außerdem die Möglichkeit, die Such-Engine entsprechend anzupassen. Für die Suche stehen einem drei verschiedene Modi zur Verfügung, die jeweils für spezielle Dateitypen geeignet sind. Beispielsweise lassen sich Audiodateien anhand von Tags oder Bilder basierend auf dem Exif-Zeitstempel abgleichen.

Man kann so sicherstellen, dass auch Doppler mit unterschiedlichen Namen und Dateigrößen erkannt werden. Darüber hinaus zeigt die Software Zusatzinformationen zu Musikdateien und Bilddateien an und dupeGuru bietet eine Schutzfunktion, die das versehentliche Löschen von Dateien verhindert. Die Ergebnisse kann man zudem mit verschieden Filtern nach eigenen Vorstellungen sortieren.

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Unter https://haveibeenpwned.com/ bietet der australische Sicherheitsforscher Troy Hunt (Mitarbeiter von Microsoft) Nutzern eine Möglichkeit zu prüfen, ob ihre E-Mail-Adresse Teil bekannter großer Daten-Leaks ist, und somit euere E-Mail – Adressen verkauft worden sind. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hält den Betreiber des Dienstes für vertrauenswürdig. Zu den Leaks, die Hunt berücksichtigt, kam es oft durch Datenlecks bei Unternehmen, nicht durch ein Fehlverhalten der Nutzer. Um ein Ergebnis angezeigt zu bekommen, tippt man seine E-Mail Adresse ins Eingabefeld um zu sehen ob seine E-Mail Adresse verkauft worden ist.

Im Idealfall folgt darauf dieser Bildschirm: „Good news – no pwnage found!“ – deine E-Mail – Adresse ist in keinem der erfassten Leaks aufgetaucht.

Im schlechteren Fall stoßt Du auf diese Seite „Oh no – pwned!“. In diesem Beispiel ist deine E-Mail-Adresse im Kontext von vier von Troy Hunt erfassten Datenlecks aufgetaucht. Damit Du erfahren kannst, um welche es sich handelt, scrolle einfach nach unten, über die drei Sicherheitstipps hinweg zum Punkt „Breaches you were pwned in“. Ändert euer Passwort auf deren Seiten.

Wichtig: Wenn Dir auf „Have I been pwned“ angezeigt wird, dass Du betroffen bist, heißt das noch nicht, dass wirklich jemand unbefugt in einem Deiner Accounts war oder dass die Daten des Accounts im Netz kursieren. Es bedeutet erst mal nur, dass eine entsprechende Gefahr besteht oder bestanden hat. Du kannst dich übrigens auch kostenlos auf der Website registrieren und wirst dann automatisch per E-Mail benachrichtigt, wenn Deine E-Mail-Adresse irgendwann in einem Datenleck auftaucht.

P.s. Durch Nachforschung, bin ich auf die deutsche Seite „experte.de“ gestoßen. Diese bieten ebenso die Überprüfung der E-Mail Adresse an. Da aber auch sie die Dienste von „haveibeenpwned.com“ benutzen, rate ich von deren benutzung ab. Macht euere Überprüfung direkt auf der Hauptseite.

P.p.s Man kann auf der Seite „haveibeenpwned.com“ auch sein Passwort überprüfen lassen. Seit euch bewusst, dass Ihr dieses online macht.

Generell, stelle ich euch den Dienst nur vor. Benutzung nur auf eigenes Risiko.

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Der Boom ist nicht ganz nachvollziehbar. Oder doch? Nur weil Nutzer von Whatsapp bis Anfang Februar neue Geschäftsbedingungen akzeptieren müssen, verzeichnen andere Messengerdienste wie Signal, Telegram oder Threema plötzlich Millionen neuer Downloads. Dabei ändert sich vor allem in der EU wenig am Umgang Facebooks mit den Nutzerdaten. Dennoch ist die neue Diversität bei Messengerdiensten zu begrüßen, selbst wenn sie aus den falschen Gründen erfolgt.

Es war von Anfang an klar, dass Facebook sein Versprechen nicht halten würde, nach der Übernahme von Whatsapp die Daten nicht mit seinen anderen Diensten zu verschmelzen. Warum sollte Mark Zuckerberg fast 22 Milliarden US-Dollar für den Kauf eines Unternehmens ausgeben, wenn er dessen Nutzerdaten nicht kommerzialisieren kann?

Daher tauscht Whatsapp schon seit August 2016 die Daten mit anderen Facebook-Diensten aus. Selbst das Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung im Mai 2018 hat daran nichts geändert. Zwar sprach Facebook immer wieder davon, dass Nutzer der Datenweitergabe widersprechen könnten. Doch das hat offenbar trotz DSGVO keinerlei Effekt. Ein klares Verbot der Datenweitergabe durch die irische Datenschutzbehörde steht leider noch aus.

Rätselhafter Fluchtreflex

Es ist daher nicht ganz nachvollziehbar, warum die neue Zustimmung plötzlich bei den Nutzern einen solchen Fluchtreflex auslöst. Wer bisher in der EU die Datenschutzbestimmungen von Whatsapp akzeptiert hat, kann es im Grunde auch weiterhin tun. Beziehungsweise sollte es eben nicht tun, wenn er nicht zulassen will, dass ein einzelnes Unternehmen wie Facebook einen zu großen Überblick über die eigene Kommunikation oder andere Internetaktivitäten bekommt.

Wobei es zwar umständlich, aber dennoch möglich ist, Whatsapp zu nutzen, ohne der App den Zugriff auf die eigenen Kontakte zu erlauben. Hilfreich ist auch, kein eigenes Facebook- oder Instagram-Konto zu haben oder diese zumindest nicht mit seiner Telefonnummer zu verknüpfen. Aber leider ist völlig undurchsichtig, auf welch vielfältige Weise Facebook an die Daten von Nutzern kommt und diese miteinander verknüpft. Daher ist ein zunehmender Wechsel zu anderen Diensten wie Signal oder Threema auf jeden Fall besser, als eine Monopolstellung von Whatsapp zu zementieren.

Ausgerecht Facebook beklagt Falschinformation

Ein Treppenwitz der Geschichte ist zudem, wenn Facebook nun „die Ausbreitung falscher Informationen“ beklagt und deswegen die Einführung der neuen Datenschutzregeln um gut drei Monate verschiebt. Das Unternehmen hat leider oft genug bewiesen, dass seine Beteuerungen zum Datenschutz nicht die Tastatur wert sind, auf der sie getippt wurden.

Solange Facebook nicht zerschlagen ist, reagiert das Unternehmen offenbar nur auf eine spürbare Abwanderung von Nutzern zur Konkurrenz. Ein selbst geschaffenes Dilemma, denn mit der stärkeren Integration der Dienste will Zuckerberg offenbar eine drohende Zerschlagung verhindern. Diese Integration scheint aber vielen Nutzern nun langsam bedenklich zu werden.

Wenn die Behörden trotz erdrückender Argumente nicht in der Lage sind, Facebook zu zerschlagen, sollten es die Nutzer mit ihren Füßen tun.

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Gerade noch verwendet, möchte ich Euch den Tipp weitergeben.

Jeder, der schon einmal mit .htaccess Dateien für seinen Webserver oder andere Systemnahe Dateien unter Mac OS zu tun hatte wird das Problem kennen. Mac OS behandelt diese Dateien gemäss ihrer Endung wie Systemdateien und macht sie für den Benutzer im Finder unsichtbar.

Wo sich in Windows einfach ein Haken setzen lässt und man diesem Problem in den Ordnereinstellungen Herr wird, hat Mac OS (ausnahmsweise mal) nichts entgegenzusetzen. Vergeblich sucht man unter Einstellungen oder Darstellung nach einer entsprechenden Option. Zu finden ist da nichts. Apple hat Mac OS diese Einstellungsmöglichkeit einfach nicht spendiert.

Aber es gibt einen recht pfiffigen Workaround, versteckte Dateien sichtbar zu machen. Hierzu öffnet man das Terminal Fenster (zu finden im Finder unter Programme/Dienstprogramme/Terminal), markiert die komplette diese erste fett gedruckte Zeile

defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles -boolean true;killall Finder

und kopiert den Inhalt ins Terminal.

Einmal RETURN und schon sind alle unsichtbaren Dateien sichtbar.

Rückgäng wird das ganze dann mit dem Befehl in dieser zweiten fett markierten Zeile gemacht.

defaults write com.apple.finder AppleShowAllFiles -boolean false;killall Finder 

RETURN und schon sind alle unsichtbaren Dateien wieder unsichtbar.

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Vergangene Woche informierte Whatsapp seine Nutzer, dass sie ab dem 8. Februar einige persönliche Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilen müssen. Dies führte zu einem enormen Anstieg der Downloads bei den verschlüsselten Messaging-Apps Signal. Signal verzeichnete in der vergangenen Woche 7,5 Millionen Downloads, eine Steigerung von 4200 Prozent gegenüber der Vorwoche.

Signal erhielt nach der Ankündigung von WhatsApp außerdem viel Werbung, da Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Elon Musk

und Edward Snowden

die App befürworteten.

Zeit sich Signal mal genauer an zu sehen

Der Messenger Signal wurde von Moxie Marlinspike und Stuart Andersen entwickelt. Die beiden Amerikaner arbeiten bereits seit 2008 an Apps für die verschlüsselte Kommunikation.

Anfang 2018 investierte der WhatsApp-Mitgründer Brian Acton, der inzwischen bei WhatsApp ausgestiegen ist, 50 Millionen Dollar in eine neu gegründete Signal-Stiftung. Durch die neue Stiftungsstruktur solle dem Messenger der Druck genommen werden, profitabel zu sein.

Das Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsprotokoll von Signal gilt als Goldstandard in der Kryptoszene und wurde auch von WhatsApp und dem Facebook-Messenger übernommen.

Die „perfekte Geheimhaltung“?

Die Verschlüsselungssysteme der meisten Apps erstellen ein permanentes Schlüsselpaar für die Ver- und Entschlüsselung von Nachrichten. Der öffentliche Schlüssel wird zur Identifizierung des Benutzers verwendet und an den Nachrichtenserver gesendet. Der private Schlüssel verbleibt im Telefon des Benutzers. Wenn der private Schlüssel aufgrund von Hack oder Diebstahl kompromittiert wird, sind die Nachrichten für die Entschlüsselung anfällig.

Das Verschlüsselungsprotokoll von Signal kombiniert den Double Ratchet-Algorithmus mit dem Diffie Hellman-Handshake mit dreifacher elliptischer Kurve.

Der Absender und der Empfänger verwenden den Double Ratchet-Algorithmus, um verschlüsselte Nachrichten basierend auf einem gemeinsamen geheimen Schlüssel auszutauschen. Für jede Nachricht wird ein neuer Schlüssel generiert, und die früheren Schlüssel können aus den nachfolgenden nicht herausgefunden werden. Diese Methode wird auch als perfekte Vorwärtsgeheimnis bezeichnet. Im Zentrum dieses Algorithmus steht das Konzept der KDF-Kette (Key Derivation Function). KDF ist eine kryptografische Hash-Funktion, die einen geheimen Zufallsschlüssel und Eingabedaten verwendet, um die Ausgabe zu generieren. Der geheime Schlüssel wird aus einem geheimen Wert wie einem Passwort oder einer Passphrase unter Verwendung einer Pseudozufallsfunktion abgeleitet.

Darüber hinaus verwenden die beiden Parteien neben dem Doppelratschenalgorithmus auch das erweiterte Schlüsselvereinbarungsprotokoll Triple Diffie-Hellman (X3DH). X3DH bietet Vorwärtsgeheimnis und kryptografische Verleugnung. Dieses Protokoll wird zum Einrichten eines gemeinsamen Schlüssels zwischen Absender und Empfänger verwendet, die sich gegenseitig mit öffentlichen Schlüsseln authentifizieren.

Das perfekte Vorwärtsgeheimnis allein ist jedoch keine vollständige Strategie. Im Falle eines Diebstahls sind die Nachrichten weiterhin für jeden sichtbar, der das Gerät besitzt. Zu diesem Zweck hat die Signal App eine zeitgebundene Funktion zum Verschwinden von Nachrichten hinzugefügt.

Los gehts

Beim ersten Start der Signal-App muss man sich mit einer Handynummer anmelden, man kann den Dienst nicht ohne nutzen. Signal verlangt bei der Installation Zugriff auf das Adressbuch, um andere Nutzer*innen zu finden.

Verweigert man den Zugriff, muss man die Telefonnummer des Empfängers per Hand eintippen und kann sie nicht in der Kontaktliste speichern. Nach Angaben von Signal werden Kontaktdaten grundsätzlich anonymisiert (gehasht) auf Signals Servern abgeglichen und anschließend wieder gelöscht.

Desktop- und Tablet-Versionen von Signal müssen mit einem Account mit Telefonnummer verknüpft sein.

Mit der App lassen sich Texte und Dateien an eine Person oder an Gruppen schicken. Auch verschlüsselte Audio- und Video-Anrufe sind möglich – seit Ende 2020 auch für Gruppen.

Die Nachrichten werden über die Server von der Betreiber-Organisation Open Whisper Systems geleitet, die sich in den USA befinden. Da sie verschlüsselt sind, können die Inhalte jedoch vom Betreiber nicht gelesen werden und sind auch vor Behörden sicher.

Nutzerzahlen des Messengers veröffentlicht Open Whisper Systems nicht.

2020 führte Signal eine PIN ein, die bei Neuinstallation der App das Importieren der eigenen Profileinstellungen ermöglicht. Wer keinen Zugriff mehr auf die Nummer hat, mit der er oder sie das Signal-Profil erstellt hat, kann sich so trotzdem authentifizieren. Chat-Inhalte sind mit der PIN nicht abrufbar, da die Nachrichten nur lokal gespeichert werden.

Wer seine Signal-Inhalte von einem Gerät auf ein anderes überspielen will, kann das von iPhone zu iPhone unkompliziert mit Hilfe eines QR-Codes tun. Auf Android muss dazu zunächst ein lokales Backup erstellt werden.

Beim Android-Backup werden alle App-Daten in einem verschlüsselten Dateiordner auf dem eigenen Gerät abgelegt. Diesen Ordner muss man auf das neue Gerät überspielen – zum Beispiel per USB-Kabel über den PC oder über einen Cloud-Speicher. Da die Datei selbst gut verschlüsselt ist, können Cloud-Speicher wie Google-Drive dabei keinen Zugang zu Ihren Daten erhalten.

Bei Neuinstallation findet die App dieses Backup dann auf dem neuen Gerät.

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Die neuen Datenschutzbedingungen des Dienstes geben dem Nutzer zwei Optionen: Teile mit uns deine Daten oder wir sperren dich komplett aus.

Es ist wohl das Top-Thema in der vergangenen Woche gewesen: WhatsApp erlässt neue Datenschutzbestimmungen und ermöglicht es Facebook so, Daten des Dienstes mit anderen Facebook-Unternehmen und Werbepartnern zu teilen. Auch wenn WhatsApp Deutschland bekannt gab, dass dies wohl für Nutzer:innen hierzulande nicht in naher Zukunft passiere, sind die entsprechenden Passagen auch in der deutschen Datenschutzerklärung zu finden. Wer dem glaubt, der gibt seinem Glauben meiner Meinung nach der falschen Partei.

Als ich das erste Mal von den Änderungen hörte, dachte ich mir, dass es solche tief greifende Änderung sicherlich nicht in die EU schaffen. Wir erinnern uns an Facebook, das bei der Übernahme von WhatsApp versprach, keinerlei Daten des Messengerdienstes mit anderen Daten zusammenzuführen. Doch das Unternehmen ist inzwischen so dreist geworden, dass es sich nicht mal an seine eigenen Worte hält. Datenschutzaktivisten sind deswegen bereits längere Zeit auf den Barrikaden.

Als dann am Donnerstag das erste Mal das Pop-up bei mir in der App erschien, war ich doch ziemlich überrascht. Ich stimmte den Bedingungen nicht zu und beschloss eines: Ich lasse mich nicht von einem Unternehmen wie Facebook nach dem Motto „Wenn du uns nicht deine Daten gibst, dann löschen wir deinen Account“ erpressen. Als ich dann meinen Freunden schrieb, dass ich ab dem 16. Februar auf andere Dienste umsteigen werde, war die Überraschung teilweise groß. Einige wussten gar nicht, was das „Ich stimme zu“ tatsächlich für Auswirkungen auf ihre Daten haben wird.

Und damit haben wir ein großes Problem vor uns: Viele wissen gar nicht, auf was sie sich eigentlich einlassen, wenn sie die neuen Bedingungen akzeptieren. Wir leben in einer Zeit, in der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen einfach abgenickt und nicht gelesen werden. Die Gesetzgebung wird uns ja schon schützen! Weiterhin zeigt die aktuelle Thematik, wie abhängig viele Menschen von Facebook geworden sind, ein Grund, weshalb das Unternehmen selbst in den USA momentan rechtlichen Widerstand erfährt. Nie wieder WhatsApp? Kann ich mir nicht vorstellen! Ein anderer Messenger? Den hat doch keiner!

Und da ist der Wurm drin! Zunächst einmal werden andere Dienste wie Telegram, iMessage oder Signal (letzterer kam zuletzt gar nicht bei Neuregistrierungen hinterher), gar nicht mal so selten genutzt. Viele meiner Freunde konnte ich einfach per iMessage anschreiben oder sie zu einem Wechsel auf Telegram Threema oder Signal überzeugen. Weiterhin sollte jemand den Anfang machen und einen Wechsel im Freundeskreis vorschlagen, um der Datenkrake Facebook zu entkommen.

Ich persönlich werde also den neuen Regelungen von WhatsApp nicht zustimmen und nutze lieber meiner Privatsphäre wegen mehrere Dienste (aktuell sind das Signal, Threema und Telegram ), als einfach zu kapitulieren und Facebook zu zeigen, dass es alles machen kann, was es möchte. Ich möchte euch gar nicht zwingen, ebenfalls WhatsApp zu verlassen, aber denkt doch einfach mal darüber nach, ob ihr ohne Facebook-Dienste leben könntet. Wenn nein, dann ist es vielleicht 2021 Zeit, die Kontrolle über das eigene virtuelle Leben wieder zu gewinnen.

UPDATE

Telegram habe ich mir genauer angeschaut. Allerdings sind die Datenschutzrichtlinien und Sicherheiten nicht weniger schlimm als bei WhatsApp. Aus meiner Sicht kann ich Telegram nicht empfehlen.

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Telegram hat ein recht neue Funktion das “Leute in der Nähe” heißt. Es ist standardmäßig abgeschaltet und damit erst einmal kein akutes Datenschutz-Problem. Wer überlegt die Funktion zu benutzen, sollte sich das aber vorher definitiv zweimal überlegen.

An meinem Wohnort, reicht die Funktion etwa 3,5 km weit. Offenbar ist die Funktion dazu gedacht, dass man sich mit Leuten in der Nachbarschaft oder im gleichen Ort leichter verbinden kann. Es werden gleichzeitig auch Gruppen in der Nähe angezeigt. An sich eine gute Möglichkeit,sich mit Leuten in der Nähe zusammenzuschließen. 

Allerdings hat das Feature das Problem, dass es viel zu genau ist. Bei meinem Test konnte das Feature mich auf 2m genau anzeigen. Ergo, wäre es überhaupt kein Problem für jemanden, mich durch einfaches Ablaufen bestimmter Distanzen bis auf das Haus genau zu orten.

Gibt man jedenfalls einen gesamten Realnamen auf Telegram an, ist es absolut kein Problem, auch noch die genaue Wohnung anhand der Türklingel zu erkennen.

Auch die Aufklärung, die Telegram vor Aktivierung der Funktion leistet, ist mangelhaft. Im Wortlaut:

“Mein Profil anzeigen?

Nutzer in der Nähe können dein Profil sehen und dir Nachrichten senden. Das kann dir helfen, neue Freunde zu finden, könnte aber auch etwas zu viel Aufmerksamkeit erregen. Du kannst die Freigabe deines Profils jederzeit beenden.

Deine Nummer bleibt verborgen.”

Meine Empfehlung: Telegram sollte die Funktion bearbeiten und stattdessen, wenn überhaupt, grobe Distanzen verwenden. Besser noch, sie würden die Funktion ganz entfernen. Für alle anderen heißt es solange die Funktion nicht zu aktivieren.

UPDATE

Telegram habe ich mir angeschaut. Allerdings sind die Datenschutzrichtlinien und Sicherheiten genauso, wenn sogar noch schlimmer als WhatsApp. Daher kann ich aus meiner Sicht Telegram nicht empfehlen.

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In einem Pop-up verlangt der Messenger die Zustimmung zu seinen neuen Geschäftsbedingungen. Demnach soll sich vor allem die Datenverarbeitung durch Whatsapp ändern. Wer nicht zustimme, könne Whatsapp nach dem 8. Februar nicht mehr nutzen, heißt es in einem Pop-up, das Whatsapp den App-Nutzern anzeigt.

Im Unterschied zu der US-Version des Pop-ups wird im deutschsprachigen Raum nicht auf die Änderungen rund um die Integration von Facebook-Produkten hingewiesen, obwohl der entsprechende Unterpunkt in der Datenschutzerklärung im Deutschen wie im Englischen identisch ist.

In der Datenschutzerklärung aus dem Jahr 2018 betonte Whatsapp noch, dass Facebook die Whatsapp-Nachrichten nur dazu nutze, „uns beim Betreiben und bei der Bereitstellung unserer Dienste zu unterstützen.“ Dieser Punkt – der ohnehin nicht für Bestandsdaten und möglicherweise auch nicht für Metadaten galt – wurde nach und nach durch zwei neue Punkte, die eine weitgehende Verarbeitung der bei Whatsapp anfallenden Daten durch Facebook-Unternehmen erlaubt, ersetzt.

Demnach will Whatsapp „Integrationen [bereitstellen], die dich in die Lage versetzen, deine Whatsapp-Erfahrungen mit anderen Produkten von Facebook-Unternehmen zu verbinden.“ Als Beispiel wird Facebooks Bezahldienst genannt. Zudem soll es möglich sein, „auf anderen Produkten von Facebook-Unternehmen (z. B. Portal) mit deinen Freunden zu chatten, indem du deinen Whatsapp-Account mit diesen verbindest.“ Damit setzt Whatsapp einen bereits letztes Jahr angekündigten Plan um, den Messenger durch die Integration von weiteren Diensten um eine Handelskomponente zu erweitern. Diese Whatsapp-Funktionen sollen teilweise unter dem Dach von Facebook gehostet werden.

Bereits seit Juli 2020 heißt es in der Datenschutzerklärung, dass die Daten beispielsweise für Freundesvorschläge, Personalisierungsfunktionen sowie das Anzeigen von relevanter Werbung genutzt werden. Dabei bedeutet letzteres nichts anderes als umfassend Daten zu sammeln und auszuwerten um gezielter Werben zu können- wohlgemerkt auch außerhalb von Whatsapp bei anderen Facebook-Unternehmen.

Hier ergänzt Whatsapp in der aktuellen Erklärung eine Datennutzung für „Personalisierungsfunktionen und Inhalte, [sowie das] Unterstützen beim Abschluss von Käufen und Transaktionen“. Die aus Datenschutzsicht schlimmsten Veränderungen wurden also schon vor der aktuellen Änderung eingeführt.

Laut Facebook, geht es bei dem neuerlichen Update der Geschäftsbedingungen „nur um geschäftliche Nachrichten [geht] – es wird keine Änderung beim Datenaustausch mit Facebook für nicht geschäftliche Chats und Kontoinformationen geben, und Berichte darüber, dass wir den Austausch mit Facebook ‚verpflichtend‘ machen, sind nicht korrekt.

Nutzer, die den neuen Geschäftsbedingungen und der neuen Datenschutzerklärung nicht bis zum 8. Februar zustimmen, können Whatsapp nicht weiter verwenden.

Wem das ganze zuviel wird, und mehr auf seine Privatsphäre achten möchte, der kann sich eines der anderen Messenger wie Chatsecure , Signal , Telegram oder Briar näher anschauen.

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Microsoft hat neuer Versionen seiner Microsoft 365 für Mac-Apps freigegeben. Diese Apps laufen nativ auf Macs mit M1-Arm-Prozessoren. Outlook, Word, Excel, PowerPoint und OneNote sollen als Apps schneller und besser auf den neuen Macs funktionieren, stehen aber weiterhin für Macs mit Intel-Prozessoren zur Verfügung.

Die Ankündigung der Microsoft 365 für Mac-Apps, die nativ auf Macs mit M1 laufen, erfolgt durch Microsoft in diesem Blog-Beitrag. Das bedeutet, dass die wichtigsten Office-Apps: Outlook, Word, Excel, PowerPoint und OneNote jetzt schneller auf den Macs mit M1-ARM-Prozessor ausgeführt werden können. Die Nutzer können die Leistungsverbesserungen auf den neuen Macs (z.B. auf dem neuesten MacBook Air, 13-Zoll-MacBook Pro und Mac mini) voll ausschöpfen. Nachfolgend ist Outlook auf dem neuen 13-Zoll MacBook Pro zu sehen.

Quelle: Microsoft

In den letzten Monaten haben die Entwickler die Flaggschiff-Apps aus Microsoft 365 für den Mac neu gestaltet. Der Fokus lag auf Einfachheit, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Das neue Outlook für Mac passt zum neuen Look von macOS Big Sur. Auch Word, Excel, PowerPoint und OneNote für Mac beinhalten das Fluent UI-Design. Das neue Office soll nächsten Monat verfügbar sein.

Microsoft 365 für Mac-Apps, die nativ auf Macs mit M1 laufen

Die neuen Office-Apps sind Universal, sodass sie auch auf Macs mit Intel-Prozessoren laufen. Wenn Nutzer die automatischen Updates aktiviert haben, werden die Updates auf die neuen Apps sofort verteilt. Andernfalls können Nutzer zum Mac App Store gehen und auf die Registerkarte „Updates“ klicken und die Apps aktualisieren. Alternativ lässt sich unter Microsoft AutoUpdate zum Hilfemenü der Office-App gehen und „Nach Updates suchen“ wählen. Weitere Details sind dem Microsoft-Blog-Beitrag zu entnehmen.