Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

HDMI 2.1a bringt Source-Based Tone Mapping – und weiterhin Verwirrung

0

Kommt es in der Industrie zu einer Einigung über bestimmte Standards, sollte dies mit Erleichterungen für den Nutzer einhergehen – es sei denn, es gibt mehrere dieser „Standards“ und die zugrundeliegenden Spezifikationen sind alles andere als eindeutig geregelt. Dieses Phänomen tritt gar nicht so selten auf: Wer regelmäßig mit USB-C-Kabeln und -Anschlüssen hantiert, kann ein Lied davon singen. Auch bei der Übertragung per HDMI gilt es einige Fallstricke zu beachten: Das aktuelle Format 2.1 sorgt beispielsweise für Verwirrung, wenn nicht alle Geräte die (vermeintlich) zugesicherte Bandbreite ausnutzen können. In Kürze wird das HDMI-Konsortium einen neuen Standard präsentieren: HDMI 2.1a vereinfacht die Situation jedoch keineswegs.

Source-Based Tone Mapping kommt – eventuell per Firmware-Update.
Dieses wartet mit einem neuen Feature auf: Dank Source-Based Tone Mapping (SBTM) soll die bestmögliche Darstellung von HDR-Inhalten erzielt werden, indem die Videoquelle mit dem Ausgabegerät intelligent kommuniziert – skaliert beispielsweise ein Blu-Ray-Player die Helligkeit im Bild bereits, tut dies der Fernseher nicht erneut. Bei vielen Endgeräten sei es möglich, diese Funktion per Firmware-Update nachzureichen, behauptet das Konsortium. Ob es so kommen wird, bleibt fraglich. Schließlich möchten die Hersteller auch Umsatz generieren.

HDMI 2.1 ersetzt 2.0 offiziell – Hersteller müssen aber nicht alle Features liefern
Wer nun davon ausgeht, dass der neue Standard stets mit SBTM einhergeht, irrt jedoch: Tatsächlich müssen für die Lizenzierung des Logos nicht alle Punkte eingehalten werden, welche das Format auszeichnet – das trifft auch auf den bestehenden Standard 2.1 zu. So ist es Herstellern möglich, weiterhin auf HDMI 2.0 zu setzen und lediglich einzelne Features von 2.1 zu implementieren – trotzdem darf der Anbieter in diesen Fällen auf HDMI 2.1 verweisen. HDMI 2.0 gehört dem Konsortium zufolge nun der Vergangenheit an, Geräte sollen damit nicht länger beworben werden. Da die Funktionen von 2.1 aber allesamt optional sind, muss der Nutzer genau prüfen, welche Features mit dem jeweiligen Gerät kompatibel sind. Was also bleibt, ist ein Standard, der keiner ist – und die Verwirrung um die Spezifikationen beibehält.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.