Meine Erwartungen zum Apple-Event

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Seit längerem ist bekannt, dass Apple sich bei seinen Laptops und Desktop-Computer von Intel-Chips trennen will. Das Unternehmen bastelt an eigenen Prozessoren, um künftig Hardware und Software besser aufeinander abstimmen zu können, um die Erneuerungszyklen in eigener Hand zu haben und um iOS- und Mac-Geräte kompatibler zu machen. Am heutigen Dienstag sollen die ersten MacBooks mit eigenen Chips präsentiert werden.

One More Thing

Wie Bloomberg berichtet ist das Event gleich das dritte von Apple innerhalb von drei Monaten. Unter dem Titel “One More Thing” soll dabei gezeigt werden, was bei den großen Apple-Präsentation der Vergangenheit üblicherweise ganz zuletzt als das sprichwörtliche “Tüpfelchen auf dem i” enthüllt wurde.

Bei der Präsentation heute wird es allerdings um mehr als nur ein “i-Tüpfelchen” gehen, stellt die nun endgültige Abkehr von Intel für Apple doch einen großen Schritt dar. Intel hat Apple seit dem Jahr 2005 beliefert. Seit dem iPhone arbeitet Apple jedoch an eigenen Prozessoren, die auf der ARM-Architektur basieren.

Apple Silicon

Das aktuellste Spitzenprodukt auf dem Sektor ist der A14-Chip, der auch die neuen iPhone-12-Geräte antreibt. Genau darauf soll auch der Chip basieren, der in den erwarteten neuen MacBooks eingebaut sein wird. Gerüchten zufolge soll die erste Mac-Chip-Generation aus eigenem Hause “Apple Silicon” genannt werden.

Erwartet wird, dass Apple gleich drei neue MacBooks vorstellt. Ein MacBook Pro mit 13-Zoll-Bildschirm, ein MacBook Pro mit 16 Zoll und ein MacBookAir mit 13 Zoll. Die kleineren Modelle werden angeblich von Foxconn gefertigt, das größere von Quanta Computer aus Taiwan.

Mehr Akku, mehr Leistung?

Die neuen Chips sollen den Geräten zumindest längere Akkulaufzeiten bescheren. Bei Apples Worldwide Developers Conference (WWDC) im Juni wurde jedoch auch demonstriert, dass die Chips besonders anspruchsvolle Rechenaufgaben (etwa zum Betrieb von Bild- und Videobearbeitung) hervorragend meistern. Die ARM-Architektur wird jedenfalls dazu führen, dass Apps für iOS-Geräte künftig mit wenig Aufwand auch auf dem Mac laufen können.

Entwicklern stellte Apple in den vergangenen Monaten ein “Developer Kit” zur Verfügung, um Programme für die neue Chip-Architektur zu programmieren. Das besteht aus einem Mac mini mit einer Variante des A12-Chips, der in den neuesten iPad-Pro-Modellen zum Einsatz kommt. Genauere Angaben zur Leistung der “Apple Silicon”-Chips und möglichen Vorteilen gegenüber den bisherigen Intel-Produkten gibt es bisher aber nicht. Heute könnten Details dazu verraten werden.

Näheres wird man jedenfalls heute, ab 19:00 Uhr erfahren. Das “One more thing”-Event wird live gestreamt.

Update

Neuer M1-Chip im alten Gewand. Das “16” MacBook Pro wurde mit dem neuen M1-Chip erst gar nicht vorgestellt. Alles etwas enttäuschend. Da hilft es auch nicht, dass das neue Betriebssystem “Big Sur” bereits am Donnerstag für folgende Modelle zur Verfügung steht:

  • Macbook (2015 und aktueller)
  • Macbook Air (2013 und aktueller)
  • Macbook Pro (Ende 2013 und aktueller)
  • Mac Mini (2014 und aktueller)
  • iMac (2014 und aktueller)
  • iMac Pro (2017 und aktueller – also alle Modelle)
  • Mac Pro (2013 und aktueller)

Hier noch der direkte Vergleich vom neuen MacBook-Air und dem MacBook-Pro mit dem neuem M1-Chip.


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