Webstatistiken – einfach und DSGVO-konform

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Viele Staaten in der Europäischen Union haben begonnen, sowohl Google als auch denjenigen, die Google Analytics auf ihren Websites verwenden, das Leben schwer zu machen.

Die USA kann mitlesen

Das Hauptproblem ist, dass die von Google Analytics gesammelten Daten – ob anonymisiert oder nicht – an Googles Server in den USA gesendet werden, wo die Datenschutzgesetze für europäische Verhältnisse zu lasch sind.

In den USA angekommen, können die Daten von der amerikanischen Regierung und ihren Sicherheitsdiensten angefordert und analysiert werden. Dies verstösst gegen die europäischen Datenschutzgesetze, weshalb einige EU-Mitgliedstaaten begonnen haben, gegen europäische Website-Besitzer zu klagen, die Google Analytics auf ihren Websites einsetzen.

Sind Google Analytics nötig?

Für die meisten Website-Besitzer wird es am besten sein, das Problem zu vermeiden, bevor es überhaupt auftritt. Viele Webdesigner (und deren Kunden) setzen Google Analytics ein, weil es die bekannteste Lösung ist, nicht weil sie die Lösung von Google tatsächlich benötigen.

Klar: Google Analytics bietet eine breite Palette von Diensten, mit denen Website-Betreiber den Erfolg ihrer Online-Präsenz messen können. Man kann Google Analytics auch so konfigurieren, dass es den meisten Anforderungen der DSGVO gerecht wird, indem man gezielt Cookies deaktiviert und die IP-Adressen von Besuchern anonymisiert. Dennoch ist es nicht möglich, die aktuellen Probleme der internationalen Datenübertragung zu vermeiden.

Aber braucht man wirklich alle Statistiken, die Google Analytics so bietet? Gibt es Alternativen, die genauso gute Insights liefern und dabei die Privatsphäre der User besser schützen?

Matomo ist eine gute Alternative

In der Regel geht es darum, Statistiken darüber zu erhalten, welche Seiten, News-Einträge und Produkte erfolgreich sind; zu sehen, woher die Besucher kommen, und (für internationale Kunden) zu sehen, aus welchen Ländern die Besucher kommen.

Diese Statistiken können leicht auf dem eigenen Webserver (vorzugsweise in der Schweiz) konfiguriert und gepflegt werden. In WordPress kann man das besonders komfortabel mit dem offiziellen Matomo-Plugin (bis 2018 Piwik) tun: Die Daten werden auf demselben Server wie die Website gespeichert und sind nur für den Website-Betreiber zugänglich.

Durch die richtige Konfiguration des Plugins – z. B. Anonymisierung der Besuche und Deaktivierung von Cookies – kann eine Vielzahl von Besucherdaten gesammelt werden, ohne gegen Datenschutzgesetze zu verstossen. Durch die Deaktivierung von Cookies gibt es zudem einen Grund weniger, ein Cookie-Banner zu verwenden. Die meisten Projekte, die wir in den letzten Jahren realisiert haben, benötigen keinen Cookie-Banner, da sie keine Cookies für Statistiken verwenden und keine externen Werbelösungen einsetzen.

Wenn du und deine Website von den Problemen mit Google Analytics betroffen sind, solltest du dir überlegen, ob du tatsächlich Funktionen benötigst, die nur Google Analytics bietet. Wenn nicht, dann ist es vielleicht an der Zeit, zu einer selbst gehosteten Alternative zu wechseln.

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