WLAN-Gastzugang mit NFC-Tag

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NFC-Tags können auf vielseitige Weise auch im privaten Umfeld ganz einfach genutzt werden. Man erkennt die kleinen nützlichen Helferleine an dem prägnanten WLAN-Symbol.

WLAN und NFC stehen als Kürzel für den technischen Vorgang der kontaktlosen Kommunikation zwischen zwei Teilnehmern. Bekanntestes Beispiel dürfte wohl der Zahlvorgang mit dem Smartphone an einem Kassenterminal sein. Hierbei werden auf sehr geringer Distanz blitzschnell Daten zwischen den Geräten ausgetauscht, was nicht nur sehr praktisch, sondern auch relativ gut gesichert von statten geht. Diese NFC-Tags (Sender/Empfänger) gibt es in vielen unterschiedlichen Grössen und Formen wie beispielsweise Aufkleber, als Schlüsselanhänger oder auch als Magneten zum Anpinnen. Praktischerweise kann jeder selbst solche MFC-Tags für die unterschiedlichsten Aufgaben programmieren und verwenden. Hier stelle ich die Variante für einen privaten WLAN-Gastzugang vor.

So ein kleines NFC-Tag hat zwar nun extrem begrenzten Speicherplatz, für kleinere Aufgaben ist dieser aber zumeist völlig ausreichend. Die Speicherkapazität liegt typischerweise bei 180 bis 900 Byte, was zunächst als extrem wenig klingt. Als Format wird hier die NDEF-Formatierung verwendet und steht für NFC Data-Exchange Format. Es gibt unterschiedliche NFC-Apps, die mit diesem Format umgehen können. Gekaufte Tags sind zudem bereits vorformatiert und damit sofort verwendbar. Wer ein iPhone besitzt, hat nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Dies rührt schlichtweg von der restriktiven Sicherheitspolitik von Apple her, was aber durchaus nachvollziehbar ist.

Die NFC-Tags bekommt man in einschlägig bekannten Internethandel. Das Programmieren eines Tags geht relativ einfach mit der speziellen App NFC-Tools aus dem Android Play-Store – Alternativ das NFC-Tool aus dem App-Store für das iPhone. Man lädt sich die App aufs Smartphone und vergibt die angefragten Berechtigungen. Nur dann hat man Zugriff auf alle Funktionen beim Erstellen eines WLAN-Zugangs-Tags. Wenn man sie App geöffnet hat führt man die folgenden Schritte der Reihe nach aus:

  • Man wechselt auf den Reiter Schreiben und wählt aus den Optionen Datensatz hinzufügen aus. In den nun angezeigten Kategorien wählt man für diese Aufgabe die Option WLAN Netzwerk aus.
  • Aus den dann angezeigten Netzwerken wählt man das gewünschte aus. Die wichtigsten Informationen wie Schlüssel und Verschlüsselung sollten bereits eingetragen sein. Um den NFC-Zugang auch abzusichern, ergänzt man die Angaben nun um den SSID und das entsprechende Passwort. Stellt sicher, dass alle Informationen wie die Authentifikation nach WPA2-Personal und die Verschlüsselungsart auf AES eingestellt sind.
  • Nun kann man das persönliche NFC-Tag mit den Zugangsdaten beschreiben. Man hällt dazu das NFC-Tag an die Rückseite von dem Smartphone an die Stelle des Sensors. Die NFC-Kommunikation am Smartphone muss zudem aktiviert sein.
  • In der App klickt man nun auf Schreiben und bestätigt den Vorgang. Hat man einen bereits beschriebenes NFC-Tag, so wird man mit einer Sicherheitswarnung informiert und gefragt, ob es überschrieben werden soll. Diese Meldung kann dann auch bestätigen werden.
  • Ebenso kann man ein NFC-Tag auch finalisieren. Dies bedeutet dann, das man selber und andere Personen diesen NFC-Tag nicht mehr neu beschreiben können. Somit wird dieser – vor allem in der Magnet-Version – für andere unbrauchbar.

Nachdem man den NFC-Tag beschrieben hat, sollte man dessen Funktion auch kontrollieren. Hierzu kann man die eigenen WLAN-Zugangsdaten am Smartphone kurzfristig löschen. Danach hällt man das Gerät mit einem Abstand von 1 bis 2 Zentimeter an den soeben programmierten NFC-Tag. Man sollte umgehend die Zugangsdaten erhalten und das Smartphone wird sich danach sofort in das WLAN-Netzwerk einloggen können. Eine Einschränkung hat die App dann allerdings doch. Diese Funktion ist erst ab Android 5 und bei Apple ab den iPhones XS, XR und 11 möglich.

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